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In den Anden, auf den Anden.....

11.10.2019 Tag 29 15-35 Grad wolkenlos, 7:00 aufstehen

Heute fahren wir um 8 Uhr los, es gibt noch ein Frühstück und eine herzliche Umarmung und schon sind wir auf der Strada die heute für uns über 400km lang ist. Ca. um 13 Uhr sehe ich neben der Straße ein kleines Kaffee wo auf der Tafel Hausmannskost steht. Ich schleife sofort ein und wir entscheiden uns zurück zu fahren. Begrüßt werden wir von 2 Gästen mit einem netten Servus.
Zwei Deutsche die schon 2 Jahre mit dem Fahrrad unterwegs s sind. Bei Bier, Empanadas und Kaffee gibt es viel zu plaudern. Es tut gut wieder mal mit jemandem anderen Deutsch zu reden, wir müssen aber wieder weiter. Am Weg zum Tafi de Valle treffen wir eine Motorradgruppe aus Brasilien und Argentinien. Sie erzählen uns dass in Cafayate ein Motorradtreffen ist. Kurzerhand beschließen wir auch dort hinzufahren. Cafayate Ist ein wunderbarer Weinbauort, etwas touristisch, aber mit wunderbaren Flair und vor allem hat es am Abend noch 25 Grad . Bei dem Treffen handelt es sich um ein Honda Transalp Treffen, also 100 Punkte für Günther. Am Abend stellt sich heraus dass, das Treffen eigentlich erst morgen ist. Wir suchen und finden ein Hostel mit Pool und toller Ausstattung. Motorräder abstellen, ausziehen und direkt von der Zimmertür in den Pool gesprungen. Nach der Abkühlung gibt es zu Stärkung der bevorstehenden Strapazen ein Steak und einen guten Vino Tinto. Nach dem Essen gehen wir noch eine Runde in der Stadt. Aus der Kirche hören wir Chormusik und so hören wir noch den Schluss von einem wunderbaren Konzert. Später verbringen wir den Abend noch mit ein paar Transalp Leuten in einer Bar. Günther bekommt noch das heurige Clubleiberl. Da wir wahrscheinlich in den nächsten Tagen kein Internet haben aktualisiere ich noch bis 2Uhr meinen Blog


12.10.2019 Tag 30 25-40 Grad wolkenlos, 7:30 aufstehen

Gutes Frühstück, Bankomat, Wasser kaufen, alles erledigt und nun unter voller Hitze aufpacken und schon schwitzen wir. Die Fahrt geht kurvig Richtung Cachi. Beim Quebrada de las cinchas (Schlucht der Muscheln) machen wir den ersten Fotostopp. Die Hitze  um die 40 Grad ist schon heftig, aber wenn man flott durch die Kurven zieht ist es erträglich. Um 16 Uhr kommen wir nach Cachi und Tanken erstmals unsere Bikes. Beim Essen entscheiden wir dass wir noch 50km weiter fahren. Somit kommen wir auf ca. 3000m und können in der Höhe akklimatisieren. In La Poma angekommen haben wir schnell ein nettes Hostel um 8,50 € gefunden. Kaum haben wir unser Motorrad abgestellt kommen wir schon mit einem Kolumbianer ins Gespräch. Wir verabreden uns auf ein Bier. Nach dem Duschen treffen wir uns mit ihm. Der Kolumbianer heißt Joan und besitzt ein Motorradmagazin. Er ist schon ein Jahr mit einer Roial Enfield unterwegs und kommt aus der Richtung wo wir hin wollen. Er gibt uns wertvolle Tipps für unsere weitere Reise


13.10.2019 Tag 31 8-29 Grad wolkenlos, 7:00 aufstehen

Heute nehmen wir den Sica Pass in Angriff, das ist der höchste befahrbare Pass in Südamerika. Um 8 Uhr fahren wir bei kühlen 8 Grad los. Immer wieder zwingt uns die Landschaft zu Fotostopps. Die Piste ist anspruchsvoll, aber mit Konzentration gut zu befahren. Gefährlich sind die Tiefsandabschnitte, einmal hab ich einen längeren übersehen und schon kam das Motorrad so ins schlingern dass ich es gerade noch abfangen kann. In verschiedenen Foren liest man dass diese Strecke mit einer R1200 GS ADV nicht zu befahren wäre, umso stolzer macht es mich diese sturzfrei zu bewältigen. Auf über 4000m erledigen wir die Zollabfertigung und wechseln von Argentinien nach Chile. Ab Chile gibt es auch wieder Asphalt und so gleiten wir in Begleitung eines extremen Seitenwind Richtung San Pedro de Atacama. San Pedro ist extrem touristisch und es sind unheimlich viele junge Leute unterwegs. Dank der App IOverlander finden wir schnell ein Hostel und so können wir uns auch gleich in das Abendgeschehen stürzen. Es gibt super Restaurants  und fast überall Livemusik. San Pedro verströmt das Flair von Abenteuer. Mit einem leichten Kraxerl, weil ich halt den Fernet so mag, gehen wir um Mitternacht todmüde ins Bett.


14.10.2019 Tag 32 15-26 Grad wolkenlos, 9:00 aufstehen

Heute ist Ruhe-Putz-Wasch-Reparier-Internetnutz-Fotosortier-Geniess-Tag

Am Nachmittag wollen wir in Valle de Luna. Leider darf man da privat ab 13 Uhr nicht mehr hinein. So weichen wir auf das Valle de Muerte aus. Das Tal des Todes wird von der Abendsonne beschienen und bietet so eine tolle Fotokulisse.
Auf einer Kreuzung wird Günther von einem jungen Paar aus Österreich angesprochen. Wir vereinbaren ein Treffen um 21 Uhr auf ein Bier. Bei der Rückfahrt treffen wir wieder einen Teil der Honda Transallp Fahrer. Das gibt ein großes Wiedersehnshallo. Den Abend verbringen wir dann mit Vroni aus Bayern und Manuel aus Kärnten bei einem netten Plauscherl.

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Kommentare: 1
  • #1

    Ulrike Ruep (Mittwoch, 16 Oktober 2019 12:33)

    Tolle Reise, super Fotos!!! Wünsche dir /euch weiterhin viel Spaß und schöne Begegnungen!