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Wieder ein großer Hacken in meine Lebenstraumliste

24.10.2019 Tag 42 5-24Grad, leicht bewölkt 8:00 aufstehen
Heute ist ein reiner Verbindungsetappentag (cooles Wort)
Die Fahrt von Puno nach Cusco gestaltet sich einfach, unspektakulär und landschaftlich schön. Mit einem Hörbuch sind die fast 400 km schnell heruntergeradelt. Kurz vor Cusco sehen wir schon die erste Inka Ruine. In der Stadt angekommen, suchen wir erstmal ein Hostel. Das stellt sich als gar nicht so leicht dar, mitten in der Stadt ein Zimmer und einen sicheren Abstellplatz für die Prinzessin zu finden. Nach der dritten Abfuhr gebe ich die Koordinaten die "Time to ride" im Internet gepostet haben, ins Navi ein und schon hat es gepasst. Ein einfaches Hostel für 6 Euro die Nacht. Die Einfahrt in den Hof ist etwa gewöhnungsbedürftig. Man fährt über eine Stiege auf der ein Pfosten gelegt wird.


25.10.2019 Tag 43 5-24 Grad, leicht bewölkt 8:00 aufstehen

Heute gehen wir es gemütlich an, Frühstück in der Sonne. Dann gehen wir zum Markt, lassen den Tankrucksack von Günther reparieren und kaufen Gemüse ein. Zurück im Hostel kochen wir gemeinsam einen Eintopf. Es tut richtig gut einmal nichts vorzuhaben. Ich brauche dringend diese Pause, schön langsam bekomme ich einen overflow im Hirn. An Nachmittag machen wir einen Stadtbummel. Ein paar Fotos schießen und ein wenig spazieren gehen. Wir beschließen auf eine Anhöhe zu gehen um ein paar Ruinen zu sehen. Da bleibt ein Auto stehen und der Fahrer erklärt uns, dass man die Ruinen nur mit Ticket sehen darf. Er bittet uns an dass er uns um 100 SOL mit dem Auto zu den Ruinen bringt. Wir nehmen das Angebot an und schon sind wir mitten in der Inkawelt. Wir sehen 4 Ruinen, da es durch ein aufziehendes Gewitter schnell dunkel und kalt wird, machen wir das Ganze um Schnelldurchlauf und gehen zu Fuß wieder in die Stadt retour.


26.10.2019 Tag 44 5-24 Grad, leicht bewölkt 8:00 aufstehen

Heute machen wir einen Motorrad Ausflug nur um Motorrad zu fahren. Es gibt eine geniale Strecke von Cusco nach Santa Teresa. Der Kampf aus der Stadt ist nicht einfach, dennoch sind wir bald auf der Landstraße. Nach einer Offroad-Einlage von ca. 15km geht es auf einer wunderbar ausgebauten Straße den Berg hinauf. Kehre um Kehre schrauben wir uns von 2500m auf fast 4500m. Das ist Motorrad fahren wie ich es liebe. Oben am Pass angekommen steht vor uns eine Nebelwand, sodass wir gleich wieder umdrehen und das Ganze wieder hinunter düsen. Am Weg zurück machen wir noch einen Abstecher in Moray. Das war ein landwirtschaftliches Versuchsgelände von den Inkas. Danach folgt noch eine super Offroadstrecke. Am Abend buche ich noch meine Machu Picchu Tour mit 55km Mountainbike Downhill. Mit einer Pizza schließen wir den Abend. Im Hof des Hostel ist eine kirchliche Feier mit Pfarrer und Altar. Vielleicht sollte ich doch nicht duschen gehen.


26.10.2019 Tag 45 7-26 Grad, leicht bewölkt 6:00 aufstehen

Heute startet der zweitägige Ausflug nach Machu Picchu. In der Nacht hat es geschüttet. Ich werde statt wie für 7 Uhr vereinbart um halb 8 abgeholt. Wir gondeln einige Hostels ab und so füllt sich der Bus mit lauter jungen Leuten. Ich bin sicher doppelt so alt wie der älteste von den Jugendlichen. Wurscht, heute werden mit dem Mountainbike 2000 Höhenmeter vernichtete. Wir fahren die gleiche Strecke wie gestern mit dem Motorrad. Ausgerüstet werden wir als ob wir die Todestrasse fahren wollten, dafür geht es dann ziemlich unspektakulär in Richtung Tal. Nach dem Downhil- Highlight fahren wir in ein Restaurant. Nach dem Essen erfahre ich, dass ich in der falschen Gruppe bin. Kurzerhand werde ich in ein Sammeltaxi mit gefühlten 12 Leuten gesetzt und schon sind wir auf einer wahnsinnigen, ähnlich der Todestrasse Richtung San Sebastian unterwegs. Der einzige Unterschied, hier ist Verkehr in der Fahrer hat dauernd das Bedürfnis zu überholen. Lebend in San Sebastian angekommen setzen sie mich ins nächste Auto in Richtung Hydro Eléctrico. Der will aber nicht fahren weil er nicht voll ist. Schwubs, sitze ich im nächsten überfüllten Fahrzeug mit einem kleinen Mädchen am Schoss und schon geht die Post ab. Von Hydro Eléctrico sind es dann noch 12 km zu Fuß. Ich habe etwas Sorgen weil es schon so spät ist, es sind aber noch jeder Menge Leute unterwegs. Es ist schon dunkel als ich in Aguas Caliente ankomme. Nach der Beschreibung vom Guide hätte ich das Hotel nie gefunden. Gott sei Dank hab ich dir Adresse in der App  MapsMe gefunden und so routet mich mein Handy verlässlich durch die verschachtelte Stadt. Ich stehe quasi schon vor dem Hotel, muss aber dann doch noch mit meinem super Spanisch nach dem Weg fragen. Völlig durchgeschwitzt frage ich an der Rezeption ob es eine Reservierung auf meinen Namen gibt. Die eindeutig klare Antwort: No
Meine Nerven liegen blank, dennoch schaffe ich es nach längerem hin und her und einigen Telefonaten ein Zimmer zu bekommen. Beim Abendessen lerne ich meine neue Gruppe und den sehr sympathischen Guide kennen. Um 22 Uhr falle ich todmüde ins Bett.


es ist schwer zu beschreiben was man hier oben fühlt, Darum versuche ich es erst gar nicht....

28.10.2019 Tag 46 7-28 Grad, leicht bewölkt 3:45 aufstehen

Heute ist der große Tag, Machu Picchu, eines der 7 Weltwunder und ich werde es sehen. Gemeinsam gehen wir zu Kassa und dann geht der steile Anstieg schon los. Fast 2 Stunden geht es über 4000 Stufen kerzengerade hinauf.
Völlig durchgeschwitzt kommen wir oben an. Der Blick ist phänomenal, gerade als wir auf der Foto Plattform ankommen verzieht sich der Nebel. Its Fototime, geschossen wird aus allen Rohren. Es ist schon unheimlich was die Inka da rauf gebaut haben. Unser Guide erklärt uns alles und führt uns durch die Ruinen. Die Touristen werden immer mehr und so schau ich dass ich wieder den Abstieg i Angriff nehmen. Runter geht's leichter, aber nicht einfacher. Ich lerne einen deutschen Iraner kennen und komme mit ihm ins Gespräch. Bei der anschließenden Wanderung zurück nach Hydro Eléctrico erzählt mir der zweifache Doktor in Chemie seine Lebensgeschichte. Beim anschließenden Essen und warten auf den Bus reden wir viel über "gutes Gefühl". Natürlich steht mein Name wieder auf keiner Liste für die Rückfahrt. Es wird nochmals spannend. Nach langem warten, telefonieren und zur Seite gestellt werden sitze ich nun im Bus und schreibe während der sechsstündigen Fahrt diese Zeilen.

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